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Thema: FiMa 2023: Online-Banking abgeschaltet - was nun?
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QuiFi
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FiMa 2023: Online-Banking abgeschaltet - was nun? #1
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Datum: 01.08.2025, 18:32
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Zum 1.8.25 wurde das Online-Banking im FiMa 2023 abgeschaltet. Vielleicht bist Du als betroffener User noch unentschieden, was die weiteren Schritte sein könnten - oder Du bist ein Nutzer der Versionen 2024 oder 2025 und interessierst deshalb für diesen Text.
Der Ist-Zustand mit fehlendem Online-Banking ist nun folgender:
- Wertpapierkurse können weiterhin vom WorldMoney-Server abgerufen werden - Die ehemaligen Online-Konten können offline weitergeführt werden (z.B. durch QIF-Importe) - Ansonsten bleibt das Programm funktional, z.B. können Bargeldkonten bebucht und Auswertungen neu angelegt werden
Die Optionen
- Ein Abo für den FiMa 2026 ff. abschließen - Zu einem Mitbewerber wechseln (Datenübernahme per QIF möglich, manchmal bedarf es einer Nachbearbeitung) - Deinen FiMa weiternutzen und die Daten Deiner ehemaligen Online-Konten per Banken-csv oder wie nachfolgend beschrieben einpflegen
Zur Vorgeschichte
Vor ca. einem Jahr las ich zufällig im Netz, dass der Support für das Banking im FiMa 2023 im Sommer 2025 auslaufen und dieser zukünftig nur noch für drei Jahre pro Version gelten solle. Zwar war diese zeitlich begrenzte Nutzung beim Kauf der Ware nie Vertragsbestandteil, aber es war für mich nachvollziehbar, dass der Service für das Banking bezahlt werden sollte. Insofern wäre ich die damals avisierte Lösung, alle 3 Jahre eine FiMa-Lizenz neu zu kaufen, mitgegangen.
Seit Anfang Juni poppte innerhalb des FiMa 2023 jedes Mal vor der Nutzung des Online-Bankings die Meldung auf, dass dieses ab dem 1. August 2025 nicht mehr nutzbar sei, weil der Support auslaufe. Dieser Hinweis wurde verbunden mit der Empfehlung, auf die neueste Version zu wechseln. Das entsprach dem, was ich Monate vorher erfahren hatte.
Was dort in der FiMa-Meldung nicht stand, war, dass der FiMa ab sofort nur noch im Abo erhältlich ist. Offiziell verkündet wurde diese Umstellung von Lexware im Mai 2025, mir selber wurde dies aber erst später bekannt.
Der gesamte Ablauf im Vorfeld (begrenzter Supportzeitraum kein Vertragsbestandteil, der auf offiziellen Lexware-Seiten angekündigte dreijährige Support je Jahrgangsversion entfällt plötzlich, Einführung eines Abos) hat meine nachfolgend beschriebene Entscheidung maßgeblich beeinflusst.
Was also tun?
Mir waren im Geschäftsleben stets vier Dinge wichtig: Die Qualität, der Service, der Preis und das Vertrauen. Letzteres sollte nie Schaden nehmen - falls doch, konnte eine Geschäftsbeziehung ganz schnell enden.
Also habe ich diverse Testversionen von Mitbewerbern installiert und durchprobiert, Handbücher und Tutorials gelesen, mehrere Vergleichstests gelesen, mich mit diversen Supportabteilungen ausgetauscht, Foren quergelesen und eine KI nach über 12 Optionen und Merkmalen der auf dem Markt befindlichen Finanzsoftwaren befragt. Würde ich die Erkenntnisse geordnet auf Papier bringen, kämen locker über 30 Seiten zusammen (und dabei fehlen zwei noch nicht installierte Testversionen). Endergebnis ist: Es gibt - für mich - nicht DIE richtig gute Software. Das Spektrum reicht von mäßigen, ja sogar fehlerbehafteten Handbüchern und Tutorials bis hin zu richtig guten, geht über über eine große Palette an verfügbaren Optionen in unterschiedlichen Qualitäten in den jeweiligen Softwareprodukten und endet bei deutlichen Preisunterschieden (auch unter Berücksichtigung der Lizenzanzahlen). Es gibt weiterhin Software, die als Einmalkauf angeboten wird - aber auch häufiger Abos oder Jahresversionen. Unterschiede gibt es in den angebotenen Möglichkeiten (vom Banking bis zum All-around-Paket), aber auch in Umfang und in der Tiefe der enthaltenen Optionen. Man sollte sich schon etwas kundig machen und abwägen, was am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Meine aktuelle Konfiguration
Ein Update des Finanzmanagers (nur noch teures Abo desselben möglich, erzwungene Deinstallation sämtlicher Vorinstallationen, unklare Aussagen über den Zustand nach einer Abokündigung) ist für mich aufgrund des eingangs Beschriebenen außen vor. Bedauerlicherweise hatte ich den FiMa 2024 DL nicht gekauft, denn der hätte meine Konfig rund gemacht. Schade, aber offensichtlich ist kein Key auf dem Markt.
Szenario I
In den Tests fand ich es mühsam, von den einzelnen Banken die csv herunterzuladen und in den FiMa 2023 zu importieren. Also habe ich mir eine Bankingsoftware „gegönnt“, den laut Eigenwerbung „Bankschalter für zuhause“. Preis: Knapp über 20 € / Jahr, im ersten Jahr sogar noch etwas günstiger. Somit also schon mal gespart gegenüber einem FiMa-Abo. Und: Beinhaltet drei Lizenzen (statt zwei), eine habe ich schon auf dem USB-Stick installiert. Cool - der „Bankschalter“ bei Bedarf immer dabei in der Hosentasche!
Ähnlich wie im FiMa-Cockpit sehe ich auf der Startseite gruppiert die Einzel- und Gesamtsummen meiner Barmittel, Kredit- und Verrechnungskonten, Festgelder, anstehende Zahlungen, mein Gesamtvermögen etc. Außerdem beherrscht dieses einfache Programm das Sammelkonto (neu im FiMa ab V. 2026 - brauche ich aber nicht), die platzsparende Verlinkung zu Dokumenten (neu ab FiMa 2024) und die Übersicht der Freistellungsbeträge (besser als in FiMa 2023). Sehr rudimentär sind die Auswertemöglichkeiten, aber dafür soll ja der FiMa 2023 weiterlaufen.
Das einzig „Erschwerliche“ an diesem Szenario wird der Ex- und dann Import in FiMa 2023 von monatlich ca. 20 Vorgängen sein. Diese würden sich nur dann erhöhen, wenn das Bargeld abgeschafft würde aber das ist ja nicht absehbar. Insgesamt scheint mir der Aufwand erst mal überschaubar, insbesondere dann, wenn man regelmäßige Buchungen eingepflegt und fortgeführt hat.
Allerdings kann aller Anfang auch schwer. Gestern habe ich so getan, als ob der FiMa schon nicht mehr online gehen könne. Es ist schon eine Umstellung, den FiMa nur noch als Auswerteprogramm anzusehen, der, was alle Banking-Angelegenheit betrifft, nun vom „Bankschalter für zuhause“ ersetzt wird. Ich denke aber, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das Gehirn umgewöhnt hat.
Szenario II
Leider ist nicht auszuschließen, dass mich der monatliche Ex- und Import irgendwann nerven und sich dann die Frage stellen könnte, ob ich aus Komfortgründen nicht doch ein Alles beinhaltendes, umfangreicheres und somit auch teureres Produkt kaufen bzw. abonnieren wolle. Insgeheim und jetzt auch öffentlich hoffe ich, dass dieser Zeitpunkt nicht eintreten wird, denn dann würde leider das dann aktuelle FiMa-Abo ins Spiel kommen. Und das will ich eigentlich nicht wegen des eingangs geschilderten Verhaltens dem Kunden gegenüber, dem Abo-Modell, aber auch wegen der Unsicherheit, ob der Abo-Preis irgendwann über die eigene Grenze steigen könnte und ich dann den Datenexport, den ich jetzt nur bei Bedarf bei unregelmäßigen Buchungen vornehme, in einem großen Rutsch in ein FiMa 2027 ff machen müßte...
Schaut man sich im Netz verfügbare Vergleichstests an, fragt man sich vielleicht, was die Intention der Testenden oder deren Gewichtung war. Mein Hauptaugenmerk liegt neben dem funktionierenden Banking auf Berichten, Budgets und Prognosen. Befragt man die KI, gibt es aktuell nur zwei Finanzprogramme für den Privatanwender, die diesen Bereich gut abdecken. Testet man diese Programme (wobei der FiMa ja schon seit Jahrzehnten bei mir in Betrieb ist), kommt kein Mitbewerber an dessen Qualitäten heran. Beispiele? Bei der Erstellung eines Budgets oder der Finanzprognose sollte der Mittelwert der unregelmäßigen Buchungen auch erfasst werden und in das Endergebnis einfliessen. Das bekommt der (laut KI) einzige Mitbewerber nicht hin. Was soll ich mit Budgets und Prognosen, die nur aus regelmäßigen Buchungen und Daueraufträgen erstellt werden? Andere Beispiele: Beim Mitbewerber wird die Wertpapierentwicklung nur für 180 Tagen oder den gesamten Zeitraum angezeigt. Oder: Eine Buchung von einem Konto in ein anderes zu verschieben ist nur über Umwege außerhalb des Programmes möglich.
Fazit
Der FiMa ist bei höheren Ansprüchen schon das Nonplusultra. Aber auch hier gilt weiterhin der eigene individuelle Anspruch. Vielleicht sind Budgets und Prognosen gar nicht so wichtig für Dich oder völlig ohne Belang? Das würde dann Deine Auswahlmöglichkeiten erweitern. Oder Du hast als aktueller FiMa 2024/-2025-Nutzer eh vor, ein FiMa-Abo abzuschließen? Dann stellen sich obige Fragen gar nicht für Dich. Von einem einmaligen Datentransfer per QIF in ein anderes Programm würde ich mich jedenfalls nicht abhalten lassen. I.d.R. klappte das bei allen getesteten Alternativen ziemlich gut, allerdings mußten die Datensätze schon auch mal nachjustiert werden. Aber das macht man normalerweise nur einmal. Nun, wie auch immer - viel Spaß und ein gutes Gefühl mit Deiner Entscheidung! LG, QuiFi
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QuiFi
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Re: FiMa 2023: Online-Banking abgeschaltet - was nun? #2
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Datum: 02.08.2025, 10:58
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Nachtrag:
Ein anderer Grund, es bei FiMa 2023 als "Führungs-Auswerteprogramm" zu belassen, ist XS2A. Solange ich nicht weiß, ob und wie es ein Hersteller in seine (Homebanking)Finanzsoftware implementieren kann, welche Einschränkungen es für mich als Endkunden haben wird und ob ich meine Daten mit Dritten teilen muß oder nicht, solange investiere ich so wenig wie möglich in ein Abo, habe dafür aber weiterhin meine Daten in dem System, in dem sie Jahrzehnte lang gepflegt wurden. LG, QuiFi
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kilgusm
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Re: FiMa 2023: Online-Banking abgeschaltet - was nun? #3
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Datum: 03.08.2025, 00:37
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Ich werfe mal eine weitere Option in die Runde:
Hintergrund: Das Vorgehen von Lexware halte ich für schwer vertretbar. 2023 gab es eine "Aktualitätsgarantie", d.h. eine Art Wartungsvertrag. Die Lizenz für die Software an sich war m.E. zeitlich unbegrenzt. Jetzt aufgrund des Supportendes die Onlinebanking-Komponente einfach abzuschalten, ist m.E. nicht von den vertraglichen Vereinbarungen gedeckt.
Bin gespannt, ob ich ggf. etwas übersehen habe und ob mir der Support die Rechtsgrundlage für das Vorgehen von Lexware klar machen kann.
Bis dahin gehe ich davon aus, das FiMa-Onlinebanking weiter nutzen zu dürfen.
Praktisch umsetzen lässt sich das, indem man dem FiMa vorgaukelt, der 1.8. sei noch gar nicht erreicht:
https://www.nirsoft.net/utils/run...s_date.html
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QuiFi
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Re: Re: FiMa 2023: Online-Banking abgeschaltet - was nun? #8
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Datum: 04.08.2025, 13:29
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zitat:(Nevada,03.08.2025, 18:23)| Um etwas zu erreichen, müsste man ja gerichtlich vorgehen gegen Lexware. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich jemand findet, der das macht. |
Abwarten... 
zitat:(RolandE,04.08.2025, 11:36)| Ich denke nicht das Lexware von seinem derzeitigen "Geschäftsmodell" wieder zurück rudert und versuche daher eine Variante zu finden die bis auf weiteres auch händelbar ist. |
Das werden sie allein schon deshalb nicht, weil sie, öffentlich nachvollziehbar, einen Zugewinn durch die Kunden, die von ihrem z.B. 3-Jahres-Kauf-Rhythmus ins Abo wechseln, haben. Die Mitbewerber freuen sich aber auch. Ich weiß von zwei Vertriebsleitern, daß ihre FM-Alternativen in diesem Sommer einen deutlicheren Umsatz machen als sonst. Die Ursache wird bei dem teureren Abo von Lexware vermutet.
Ich bin bislang mit meiner Lösung sehr zufrieden. In ihr werden alle Transaktionen, die keine regelmäßigen oder Dauerbuchungen sind, manuell "geflagt" und dann gezielt in den FM 2023 "geqift". Einmal im Monat, oder wenn unbedingt außerplanmäßig eine punktgenaue Auswertung notwendig wäre, reicht mir. LG, QuiFi
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